High-resolution reconstruction of continental climate and environmental developments during the Funnel Beaker Period in lake areas

Ziel des im Rahmen des DFG Schwerpunktprogrammes 1400 iniziierten Subprojektes ist es, die Entwicklung des Klimas und der Umwelt im nördlichen Mitteleuropa im 5. und 4. vorchristlichen Jahrtausend zeitlich und räumlich hoch auflösend zu rekonstruieren.

In diesen Zeitraum fällt die Phase Früher Monumentalität des Mittelneolithikums, die archäologisch in Großbauten (z. B. Großsteingräber, Erdwerke) der Trichterbecherkultur gefasst wird.

Gemeinsam mit den Arbeitsgruppen „Differenzierung von Landwirtschaft und Umwelt“ und „Mittelholozäne Klimavariablität“ wurden im August 2009 Bohrungen in weiteren jahresgeschichteten Seen durchgeführt, sodass jetzt jahresgeschichtete Sedimentsequenzen aus sechs Seen aus dem Nordeuropäischen Raum sowie der Eifel Region vorliegen (siehe Karte).

Die mikroskopische Untersuchung der Feinstruktur jahresgeschichteter Seesedimente ermöglicht die präzise Datierung paläoklimatischer Veränderungen. Die Verknüpfung der Sequenzen der verschiedenen Seen erfolgt durch eine Kombination verschiedener unabhängiger Datierungsverfahren.

Der regionale Vergleich der Variabilität der Jahresschichten gestattet die Trennung lokaler (z. B. Landnutzung und Siedlung im Seeeinzugsgebiet) von regionalen Signalen (Klima).

Die Untersuchungen haben das Ziel, zu ermitteln, ob die im archäologischen Befund beobachteten Veränderungen synchron mit klimatischen Veränderungen stattgefunden haben. In einer abschließenden Synthese muss gemeinsam mit den Archäologen ermittelt werden, ob und falls ja wie sich die rekonstruierte klimatische Variabilität auf Veränderungen der Lebens- und Wirtschaftsweise ausgewirkt haben.

Karte
Eisbohrung
Eisbohrung