Ökologischer Landbau auf Hof Ritzerau, Teilprojekt: Biodiversität

IFoto Carabus auratusn dem Projekt wird die Veränderung der Artenvielfalt während der Umstellung von konventionellem auf ökologischen Landbau auf Hof Ritzerau an Hand der Lauf- und Kurzflügelkäfer seit 2001 untersucht. An über 160 Probestellen, die in einer Matrix über die Hofflächen verteilt sind, werden die Arten ganzjährig mit Bodenfallen erfasst.

Die flugaktiven Kurzflügelkäfer reagieren deutlich schneller auf die Veränderungen durch die Umstellung als die Laufkäfer. Bei den Laufkäfern war zu Beginn der Untersuchung in den Feldmitten eine Depression der Artenvielfalt nachweisbar. Bereits ab 30 m Abstand vom Feldrand nahm die Artenvielfalt signifikant ab. Das Ausmaß der Depression Foto Probestellehing von der Fläche der Äcker ab: je weiter die Entfernung vom Feldrand, desto tiefer lag die Depression der Artenvielfalt.

Demnach wirken konventionell bewirtschaftete Äcker als Barriere für Arten des Umlandes. Nach der Umstellung verringerte sich sukzessive diese Depression vom Rande her, um nach ca. 4 Jahren zu verschwinden. Dieser Prozess verdeutlicht, dass ökologische Äcker für Tiere durchlässiger werden und nicht als Barriere wirken wie konventionell bewirtschaftete Äcker. Es wird vermutet, dass damit langfristig mehr Arten des Umlandes in die Äcker einwandern können.

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