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Phosphor in der Landschaft – Management eines begrenzt verfügbaren Nährstoffes



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Phosphor ist in der Landwirtschaft ein nicht zu ersetzender Hauptnährstoff für Nutzpflanzen. In Deutschland werden jährlich 566.535 t Phosphor für die pflanzliche Produktion benötigt, von denen jedoch etwa 24.063 t als Austräge über das Wasser verloren gehen und somit nicht pflanzenwirksam nutzbar sind. Diese Phosphorverluste sind nicht nur als ökonomisches Problem für die landwirtschaftliche Produktion zu sehen, sondern gelten auch als kritisches Umweltproblem. Phosphorausträge aus landwirtschaftlichen Flächen führen zu Beeinträchtigungen der Wasserqualität der Süßwasserlebensgemeinschaften, der Nord- und Ostsee sowie zahlreicher Land-Biozönosen. Vor dem Hintergrund, dass die weltweiten Reserven für den Abbau von mineralischem Phosphor begrenzt sind und teilweise in geopolitisch unsicheren Gebieten liegen, muss der zukünftige Verfügbarkeit der Ressource Phosphor durch einen nachhaltigeren Umgang und ein verbessertes Recycling gesichert werden.


Ziel des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geförderten Projektes war, das Wissen zum Verhalten von verschiedenen Phosphorfraktionen in der Landschaft verständlich aufzuarbeiten, deren ökologische Wirksamkeit zu erläutern und Möglichkeiten zum effizienteren Phosphoreinsatz in der Landwirtschaft aufzuzeigen. In einer umfassenden Literaturrecherche und Expertenbefragungen wurden die Ursachen für Phosphoreinträge in die Gewässer sowie Maßnahmen zur Verminderung der Phosphoreinträge identifiziert, zusammengestellt und in einer Informationsbroschüre verständlich aufbereitet. Dadurch wird der Praxis und Entscheidungsträgern eine Informationsquelle zur Verfügung gestellt, mit der das vorhandene Wissen über Phosphor in der Öffentlichkeit kommuniziert werden kann. Für einen schnellen Informationsüberblick wurde ein Faltblatt entworfen, welches im Anhang heruntergeladen werden kann. Eine umfassende Informationsquelle stellt die im Rahmen des Projekts erstellte Broschüre dar, welche ebenfalls im Anhang als digitale Version verfügbar ist.


FotoIn der Broschüre werden Ansatzpunkte für einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Phosphor in der Landwirtschaft vorgeschlagen. Darüber hinaus wird ein umfassender Katalog angeboten, der über 80 individuelle und praxisnahe Maßnahmen zur Reduzierung von Phosphorausträgen aus landwirtschaftlichen Flächen in ihrer räumlichen Wirkung und Effektivität mit weiterführender Literatur zusammenfasst. Zur langfristigen Lösung der Phosphorproblematik ist eine Anpassung der Phosphorbodengehalte vorzunehmen sowie ein effizienteres Düngemanagement zu etablieren, um einen nachhaltigeren Umgang mit der Ressource Phosphor zu gewährleisten. Weitergehende Maßnahmen in der Landschaft sind zu ergreifen, um zeitnah Erfolge im Gewässerschutz zu erzielen. Da sich landwirtschaftliche Flächen in ihrem Risiko für Phosphorausträge stark unterscheiden können, gibt die Broschüre individuelle Hilfestellungen für eine Risikobewertung einzelner Flächen. Mit dieser Hilfestellung werden die Entscheidungsträger aus der Praxis unterstützt, die effektivsten Maßnahmen für das jeweilige Austragsproblem zu identifizieren. Weiterführende Literatur zur Umsetzung der einzelnen Maßnahmen ergänzt diese Hilfestellung.

Die Broschüre „Phosphor in der Landschaft – Management eines begrenzten Nährstoffs“ kann bestellt werden bei Britta Witt, bwitt(at)ecology.uni-kiel.de.




DBU-LogoProjektlaufzeit: 1.10.2013 – 31.08.2016
Projektleitung: Dr. Michael Trepel
Wissenschaftliche Bearbeitung: Dr. Bettina Holsten, Dr. Matthias Pfannerstill
Projektförderung: Deutsche Bundesstiftung Umwelt







Zuständig für die Pflege dieser Seite: dkramer(at)ecology.uni-kiel.de, Tel. 0431-880-4601