Prähistorische Umwelt und Holznutzung im nördlichen Zentraleuropa anhand von archäo- und geoanthrakologischen Untersuchungen

Dissertationsprojekt Dipl. Biol. Doris Jansen

FotoIn diesem Projekt werden Aspekte der (1) Holznutzung, (2) Waldmanagments und (3) der Gehölz-Ökosysteme für die Zeit vom Mesolithikum bis in die Bronzezeit für Norddeutschland untersucht. Holzkohlen aus ausgewählten archäologischen Stätten werden auf die Gehölzart- sowie -Stärke analysiert. Eine bisher selten angewendete Kombination von on-site Proben (Archaeo-Anthrakologie) und off-site Proben aus Böden bzw. Bodensedimenten (Geoanthrakologie) erlaubt den Vergleich zwischen Nutzungsspektren aus archäologischem Kontext und Spektren, die im Bodenkontext eher repräsentativ für das Vorkommen von Gehölzen in der Umgebung sind. Im Mesolithikum wurde Holz als Feuerholz sowie für die Herstellung von Geräten genutzt; mit der Neolithisierung kam der Bedarf nach Bauholz hinzu, außerdem begann eine Nutzungsintensivierung im Umfeld von dann ortsfesten Siedlungen, mit möglicherweise bewusstem Management der Resource Holz. In der Bronzezeit entstand zusätzlich Bedarf nach Holz bzw. Holzkohle für die Gewinnung und Verarbeitung von Metallen.