Regenwurmfauna der Haseldorfer Marsch

Foto Haseldorfer MarschIm NSG „Haseldorfer Binnenelbe“ gab es 1994 auf 141 ha Grünland noch 24 Revierpaare von Kiebitzen. Im Jahr 2010 waren nur noch 7 Brutpaare vorhanden. Da es im Frühjahr nicht mal mehr zur Revierbildung kommt, wurde vermutet, dass durch die hohen Wasserstände des Überstauungsregimes ein Rückgang der Regenwurmdichte verursacht wird. Regenwürmer sind vorrangige Nahrung der erwachsenen Kiebitze. Möglicherweise kommt es während der längerfristigen Überstauung im Frühjahr zu Sauerstoffschwund, der zu einem Rückgang der Regenwurmdichten führt.

In dem Projekt soll die Regenwurmdichte in drei Gebieten des NSG „Haseldorfer Binnenelbe“ flächenhaft untersucht werden. Neben der Dichte werden auch die Vielfalt der Lebensformen und die Biomasse erfasst. Zusätzlich werden der pH-Wert des Bodens, der Gehalt an organischer Substanz und die Höhe bzw. die Überstauungsdauer berücksichtigt. Aus diesen Daten soll ein Habitatmodell für die Regenwurmfauna erstellt werden, um Grenzwerte für den Anstau zu bestimmen. Als Vergleichsfläche werden Bereiche des Beltringharder Kooges herangezogen, auf denen noch eine relativ hohe Kiebitz Brutdichte vorhanden ist.