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Institut für Natur- und Ressourcenschutz | Graduiertenschule   

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Abteilung Polarökologie


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Die Arktis und Antarktis gehören wegen ihrer extremen Umweltbedingungen und Unzugänglichkeit immer noch zu den am wenigsten untersuchten Gebieten der Erde. Die hier ablaufenden Prozesse sind in ihren Auswirkungen nicht auf die Polargebiete begrenzt, sondern haben globale Bedeutung.

Gleichzeitig wirken sich die mit dem Klimawandel einhergehenden Umweltveränderungen (z.B. Erwärmung, Meereisrückgang, Ozeanversauerung) besonders frühzeitig und stark in den polaren Regionen aus. Weil zudem die Nutzung polarer Ressourcen durch den Menschen und damit die Gefährdung arktischer und antarktischer Lebensräume zunimmt, ist ein besseres wissenschaftliches Verständnis der ökologischen Zusammenhänge in diesen hoch angepassten und sensiblen Ökosystemen dringend geboten.

photoIn der Abteilung werden die polarökologischen Arbeiten des Ende 2013 aufgelösten Instituts für Polarökologie (IPÖ) der Universität Kiel fortgeführt. Unsere meeresökologische Forschung konzentriert sich zurzeit auf den Meeresboden (Benthos) polarer Meere. Die Fauna ist dort oft reicher als es die extremen Umweltbedingungen erwarten lassen würden. Verantwortlich hierfür ist die enge Kopplung des Benthals an die biologische Produktion in Pelagial und Meereis durch Sedimentation und Advektion organischen Materials. Dieser Prozess ist wegen der ausgeprägten Saisonalität und der insgesamt geringen Menge des Nahrungsangebots von großer ökologischer Bedeutung. Deshalb gehören die Wechselbeziehungen zwischen Meeresboden und Prozessen in der Wassersäule zu den Schwerpunkten unserer Untersuchungen. Geographisch konzentrieren sich die Forschungsarbeiten derzeit auf die Laptewsee in der Arktis und die Weddellsee in der Antarktis.

Die Arbeitsgruppe Bodenmikrobiologie beschäftigt sich mit dem Habitat Boden als Lebensraum für Mikroorganismen (Bakterien, Pilze und Bodenalgen), deren Abundanz, Physiologie und Metabolismus quantitativ und qualitativ untersucht wird. Mikroskopische Studien dienen der morphologischen Beschreibung der Organismen, ihrer Zahl und Biomasse. Diese Ergebnisse werden mit weiteren Daten des Gaswechsels, der Mikrokalorimetrie und der Analytik organischer und anorganischer Substanz zu einem umfassenden Bild des Bodenmilieus zusammengefügt. Derzeitige Projekte laufen in Kooperation mit Instituten der Agrarwissenschaftlichen Fakultät der CAU und dem International Center in einem Projekt des DAAD.

Die Literatur-Datenbank des IPÖ extlink, inklusive einer Zusammenstellung von Veröffentlichungen aus dem Institut seit 1982 extlink, ist weiterhin zugänglich.

In der Abteilung wird die internationale wissenschaftliche Fachzeitschrift Polar Biology extlink (Springer-Verlag) herausgegeben.

Polarökologische Themen werden in Lehrveranstaltungen für Studierende der Biologie (Bachelor), der biologischen Ozeanographie (Master), der Bodenkunde (Master) und des Umweltmanagements (Master) behandelt.







Projektbereiche



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